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05. bis 07. Juni 2018
FabCon 3.D
Das Event der 3D-Druck Community
Industrialisierung additiver Fertigung sorgt für neue Herausforderungen
20.04.2017

Arbeitssicherheit, Prozessintegration und Verfahrenskombination bestimmen Themen der Anwendertagung am 21. und 22. Juni 2017

Erfurt. Additive Manufacturing (AM) hält zunehmend Einzug in den Produktionsalltag. Mit der Industrialisierung sind zugleich neue Herausforderungen für die Nutzer verbunden. Hier setzt die Anwendertagung der 14. Rapid.Tech an, die am 21. und 22. Juni 2017 in die Messe Erfurt einlädt. „Auf unserer Agenda stehen Themen wie Arbeitssicherheit, Wege zur Integration additiver Fertigung in Prozessketten, die Kombination von AM und konventionellen Verfahren sowie die Vorstellung neuer 3D-Druck-Technologien. Das Vortragsprogramm ist so konzipiert, dass es möglichst viele praxisbezogene Antworten auf die Fragen gibt, welche die Anwender aktuell bewegen“, erläutert Michael Eichmann von Stratasys, Mitbegründer der Rapid.Tech und Vorsitzender des Fachbeirats.

Antonius Köster, Geschäftsführer der Antonius Köster GmbH & Co. KG und inhaltlich Verantwortlicher für die Anwendertagung, betont die Kombination zwischen Kongress und Messe, welche der Erfurter Veranstaltung Einmaligkeit verleiht: „Wir richten die Lupe auf Technologien, die viel Potenzial haben, um Fragestellungen zu lösen, auf die es bisher keine oder nur unzulängliche Antworten gab. Das Programm der Anwendertagung liefert einen Überblick über neueste Verfahren, zeigt Trends auf und trägt dazu bei, das Grundverständnis zum Thema Additive Manufacturing bei potenziellen, aber auch schon aktiven Nutzern auszuprägen. Wir unterstützen diesen Prozess noch, indem wir zusätzlich zu den Vorträgen geführte Rundgänge über die Messe anbieten.“

Die vier Sessions der Anwendertagung richten ihren Fokus auf neue Entwicklungen bei Prozessen, Sicherheit und Standards, auf best-practice-Beispiele sowie auf Innovationen im Kunststoff- und Metallbereich.

Wissen zum Thema Arbeitssicherheit halten Referenten vom Laserzentrum Hannover und vom VDI bereit. Sie sensibilisieren für Gefährdungspotenziale beim Einsatz von 3D-Druckanlagen und der Verarbeitung neuer Materialien. Um die Informationsdefizite in diesem Bereich zu überwinden, werden derzeit Richtlinien erarbeitet, wie Anlagenbetreiber AM-Prozesse arbeitssicher gestalten müssen. Der gegenwärtige Stand wird in den Vorträgen zur Rapid. Tech 2017 vorgestellt.

Die Integration additiver Fertigung in bestehende Produkte und Prozesse sowie die Kombination mit konventionellen Technologien ist ein weiterer umfangreicher Themenblock der Anwendertagung. Mit Entscheidungshilfen für Konstrukteure zur Auswahl additiv herzustellender Bauteile und eine damit einhergehende Akzeptanzsteigerung für den Einsatz dieser neuen Verfahren befassen sich u.a. Vorträge von Experten der Universität Paderborn und des Anlagenbauers Eisenmann.
Die serielle Herstellung individualisierter Produkte gilt als zentraler Vorteil von AM. Wie damit scansichere Schlüssel gefertigt werden, berichtet die ProtoShape GmbH.

Bei der Frage, ob additiv oder subtraktiv gefertigt werden sollte, wird oft das „Oder“ durch ein „Und“ ersetzt. Die Endbearbeitung generativ erzeugter Metallteile in spanenden Werkzeugmaschinen, die Kombination von 3D-Druck und Feinguss für topologisch optimierte Metallkomponenten für die Luftfahrtindustrie sowie ein additiv-subtraktiver Prozess zur Herstellung hochfester Werkstücke aus Hochleistungspolymeren sind Beispiele, die von Techniciency Consulting, Arconic Tital und Matthias Leininger 3D-Drucksysteme vorgestellt werden.

Im Bereich AM vergeht kaum ein Jahr, ohne das neue Technologien auf den Markt kommen. Auch diese Entwicklungen spiegelt die Anwendertagung wider. So hat Cubicure, eine Ausgründung aus der TU Wien, mit Hot Lithography ein neues 3D-Druckverfahren entwickelt, das die Verarbeitung von viskosen Photopolymeren und Harzsystemen erlaubt. Die eigene Prozess- und Beschichtungstechnik vereint erstmals die Präzision von lichthärtenden Druckverfahren mit hervorragenden Materialeigenschaften für den technischen Komponentenbau. Mit der CLIP-Technologie von Carbon wird ein weiteres innovatives Verfahren präsentiert.  CLIP (Continuous Liquid Interface Production) ist 25 bis 100 Mal schneller als bislang bekannte 3D-Druck-Methoden und arbeitet mit UV-Licht und Sauerstoff. „Für Anwendungen jenseits der Vorstellungskraft“ kündigt Cytosurge, ein Spin-off der ETH Zürich, einen Vortrag zur neuen Fluid-FM-Technologie an, mit welcher der 3D-Druck metallischer Mikro- und Nanobauteile möglich wird.

„Die Inhalte der Anwendertagung werden für die Teilnehmer in vielen Fällen direkt an den Ständen der Rapid.Tech sicht- und fassbar. Durch die Mischung aus hoher fachlicher Kompetenz und anwenderbezogenen Beispielen haben sich der Kongress und die begleitende Ausstellung zu einer der führenden deutschen Veranstaltung im Bereich Additive Manufacturing und 3D-Druck entwickelt. Dank der engagierten Arbeit unseres Fachbeirates trägt das 2017er Programm diesem hohen Anspruch erneut Rechnung“, erklärt Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt.  

Zum Kongressprogramm Rapid. Tech + FabCon 3.D gehören neben der Anwendertagung am 2. und 3. Messetag die Fachforen Additive Lohnfertigung, Medizintechnik, Konstruktion, Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau sowie Elektronik am 20. Juni, die Fachforen Automobilindustrie und 3D Metal Printing am 21. Juni sowie die Fachforen Luftfahrt und Fraunhofer-Allianz GENERATIV am 22. Juni. Das Fachforum AM Science lädt am 21. und 22. Juni Branchenexperten in die Messe Erfurt ein.

Darüber hinaus zeigen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke an allen drei Veranstaltungstagen aktuelle AM-Beispiele auf der begleitenden Fachmesse. Während die Rapid.Tech auf industrielle Anwendungen fokussiert, dient die FabCon 3.D mit der 3D Printing Conference der internationalen 3D-Druck-Community mit kreativen Start-Ups, Szene-Größen und Hobbyisten als Treffpunkt.

2016 kamen 4.500 (2015: 3.971) Fachbesucher und Kongressgäste aus 19 Ländern und 176 Aussteller aus 17 Ländern zur Rapid.Tech + FabCon 3.D nach Erfurt. Damit erreichten die Messe und der Kongress auch 2016 neue Spitzenwerte.

PM: Industrialisierung additiver Fertigung sorgt für neue Herausforderungen_2017 als pdf

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