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05. bis 07. Juni 2018
FabCon 3.D
Das Event der 3D-Druck Community

Potentiale des 4D-Printings

Im Jahr 2013 hat Skylar Tibbits, Direktor des Self-Assembly Labs am MIT in Cambridge, erstmals die Technologie des 4D-Printings vorgestellt. Unter dem Begriff wird der 3D-Druck mit Materialien verstanden, die sich unter Einwirkung von äußeren Einflüssen durch Temperaturveränderung, Feuchtigkeit, Licht oder Magnetfelder selbsttätig verformen und Funktionen auslösen können. Mittlerweile zeigen Forschergruppen rund um den Globus, welche Anwendungspotenziale das 4D-Printing für einige der großen Industriefelder haben kann. Während an der Harvard University daran geforscht wird, unter Verwendung von Hydrogelen die Nachahmung pflanzlicher Bewegungsabläufe zu realisieren, streben Wissenschaftler in Singapur und Hannover die Integration von Formgedächtnismaterialien für das 4D-Drucken an. Anwendungspotenziale werden vor allem in der Medizin, der Architektur sowie in der Luftfahrt und der Automobilindustrie gesehen. Am MIT werden programmierbare Werkstoffe konkret für veränderliche Karosserieteile oder als Schaltelemente entwickelt. Das Laserzentrum Nord hat bereits erfolgreich ein 3D-gedrucktes Cochlea Implantat aus einer Formgedächtnislegierung vorgestellt, das erst unter Einfluss der Körpertemperatur im Ohr seine endgültige Geometrie annimmt.
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